Wie moderne Technologien Zahnarztpraxen verändern: Tilmann Seifert über Digitalisierung, Webentwicklung und die Zukunft des Praxismarketings.
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Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie Arzt- und Zahnarztpraxen sich präsentieren und mit ihren Patienten kommunizieren. Doch wie lässt sich moderne Technologie in den Praxisalltag integrieren und welche Rolle spielt dabei die Webentwicklung? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir Tilmann Seifert eingeladen – Zahnarzt, Oralchirurg und Gründer von medipage.
In dem Interview mit Felix von Dr. Flex teilt Tilmann seine spannende Reise vom klassischen Praxisalltag hin zur Entwicklung maßgeschneiderter Webseiten für Zahnarztpraxen. Mit seiner Plattform medipage bietet er stressfreie, professionelle Webseitenlösungen ohne laufende Kosten – speziell für Zahnarztpraxen. Dabei setzt er auf seine langjährige Erfahrung als Zahnarzt und kombiniert sie mit innovativen Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI).
Wir haben erfahren, wie Tilmann die Zukunft der digitalen Praxismarketing-Lösungen sieht, welchen Mehrwert moderne Webseiten für Praxen bieten und warum gerade jetzt der perfekte Zeitpunkt ist, auf Digitalisierung zu setzen.
…um einen einzigartigen Einblick in die Verbindung von Zahnmedizin und Webentwicklung zu erhalten, lest weiter!
Dr. Felix Wohlgemuth: Lieber Tilmann, du bist Zahnarzt und Oralchirurg. Wie bist du zu deiner Tätigkeit als Webentwickler gekommen?
Tilmann: Ich war schon immer ein bisschen ein Tech-Nerd, muss ich sagen. Während meiner Zeit in der Praxis und an der Uniklinik bin ich immer wieder auf ein Problem gestoßen: Ich habe oft mit Risikopatienten gearbeitet, also Patienten mit vielen Allgemeinerkrankungen und einer komplizierten Anamnese. Dafür musste ich häufig Rücksprache mit deren Ärzten und Fachärzten halten, um meine Behandlung abzuklären.
Dabei habe ich die Ärzte oft gegoogelt. Und oft passierte es, dass die entweder eine völlig veraltete Website hatten oder gar keine. Ich musste schnell in Kontakt treten, um wichtige Informationen zu klären, und das war echt ärgerlich. Dieses Problem ist mir irgendwie im Kopf geblieben, weil es selbst 2022/2023 immer noch existierte und auch heute noch aktuell ist.
Nachdem ich die Praxis verlassen hatte und eine Zeit in Nepal in einem Krankenhaus volontiert habe, habe ich mich intensiv gefragt: Was mache ich, wenn ich nach Berlin zurückkomme? Eine eigene Praxis eröffnen? Aber das konnte ich mir einfach nicht vorstellen, vor allem keine Ein-Mann-Praxis zu führen. Also kam ich wieder auf das Problem zurück, das ich damals in der Praxis gesehen hatte, und dachte mir, hier könnte ich ansetzen.
Dann habe ich einen Programmierkurs gemacht, mehrere Monate lang in Vollzeit, um die Fähigkeiten zu erlernen, genau diesen Pain Point zu lösen. Und ich hatte wirklich Glück, dass ungefähr zur gleichen Zeit – das muss jetzt anderthalb Jahre her sein – ChatGPT-4 rauskam. Das hat die ganze Sache enorm befeuert. Es fühlte sich wirklich an wie Superkräfte, weil auf einmal so viel möglich war. Das war schon ziemlich cool. So habe ich mich dann entschieden, mich als Webentwickler und Webdesigner selbstständig zu machen.
Dr. Felix Wohlgemuth: Vielen Dank für den Einblick, Tilman. Was sollte eine moderne Praxiswebseite deiner Meinung nach bieten?
Tilmann: Ich finde, eine moderne Praxiswebsite sollte in erster Linie wirklich übersichtlich sein. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Sei es, du fährst mit dem Bus durch die Stadt oder mit der U-Bahn, überall scrollen und swipen die Leute. Eine Praxis-Website muss da mithalten können. Wenn Patienten lange suchen müssen, um Informationen zu finden, verlierst du sie. Neue Patienten springen ab, wenn sie nicht sofort sehen, was du anbietest, wer du bist, wer dein Team ist und wie man dich erreichen kann.
Verschiedene Kontaktmöglichkeiten wie Telefon, E-Mail und ein Kontaktformular halte ich für essenziell. Noch besser ist es, wenn eine Online-Terminvereinbarung möglich ist. Und die Seite muss auch auf mobilen Geräten genauso gut funktionieren wie auf dem Computer. Das nennt sich „Mobile Responsiveness“. Ich habe eine interessante Zahl dazu: 97 % der Suchanfragen für das Keyword „Zahnarzt“ werden über mobile Geräte gemacht. Die Seite muss also wirklich gut auf dem Handy aussehen und funktionieren.
Dr. Felix Wohlgemuth: Absolut richtig. Die mobilen Nutzer sind massiv in der Mehrzahl, und das sieht man auch. Wenn deine Webseite nicht dafür ausgelegt ist, verlierst du, wie du sagst, Nutzer. Die Services, die du anbietest, müssen sofort ins Auge springen.
Tilmann: Genau. Wenn der Kollege die Texte macht, sind sie auch fachlich korrekt, und man muss nicht noch einmal groß inhaltlich drüberschauen. Man weiß, was wichtig ist, welche speziellen Sprechstundenarten angeboten werden sollten und wie man sich richtig präsentiert.
Dr. Felix Wohlgemuth: Welche Pain Points löst du mit deinem Service? Was unterscheidet dich von anderen Anbietern?
Tilmann: Das Offensichtlichste ist, dass ich selbst Kollege bin. Ich komme aus dem Feld, habe jahrelang als Zahnarzt gearbeitet, und dadurch kann man mir auf Augenhöhe begegnen. Ich kenne die Branche und bin fachlich kompetent. Bei großen Marketingagenturen muss man erst einmal erklären, was eine Wurzelfüllung ist oder was eine Parodontitis ist. Das ist bei mir nicht nötig, weil ich jahrelang in der Praxis gearbeitet habe. Das hebt mich ab.
Außerdem müssen meine Kunden nicht abends nach der Arbeit Texte für die Website schreiben. Das haben wir nicht gelernt – wir haben uns auf die Medizin konzentriert. Es ist stressfrei, weil ich mich um alles kümmere. Das ist etwas, das ich mit medipage bieten kann: einen stressfreien, professionellen Service.
Dr. Felix Wohlgemuth: Ja, das sehe ich auch als Vorteil. Es geht mir genauso, dass ich vom Fach bin, und das gibt den Kunden Sicherheit. Sie sprechen mit einem Kollegen und müssen keine Grundsatzdiskussionen führen. Die aus dem medizinischen Umfeld gewohnte Sprache ist da ein Vorteil.
Tilmann: Genau. Wenn der Kollege die Texte macht, sind sie auch fachlich korrekt, und man muss nicht noch einmal groß inhaltlich drüberschauen. Man weiß, was wichtig ist, welche speziellen Sprechstundenarten angeboten werden sollten und wie man sich richtig präsentiert.
Dr. Felix Wohlgemuth: Wie setzt du aktuell KI in deiner Arbeit ein?
Tilmann: Ich habe es schon ein wenig angerissen: Ich bin seit über anderthalb Jahren absoluter KI-Poweruser. Am Anfang habe ich stundenlang täglich mit KI gearbeitet, sei es durch Chats oder Sprachnachrichten, und habe so viele Aufgaben automatisiert. Mittlerweile ist KI ein alltägliches Tool für mich, sowohl beruflich als auch privat. Bei der Arbeit hilft es mir vor allem beim Programmieren. Die Tools, die ich benutze, haben alle integrierte KI, was besonders beim Debugging super hilfreich ist. Wenn ein Code abstürzt, ist die KI wahnsinnig nützlich.
Dr. Felix Wohlgemuth: Es ist unglaublich, wie sich das verändert hat, über die Jahre. Ich finde, es ist faszinierend, wie KI in so vielen Bereichen nützlich ist.
Tilmann: Ja, absolut. KI ist aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Dr. Felix Wohlgemuth: Was sind die größten Vorteile für deine Kunden durch den Einsatz von KI und deine Expertise?
Tilmann: Dadurch, dass ich eine One-Man-Show bin und durch den Einsatz von KI mein Spektrum erweitern kann, bleibe ich wirtschaftlich effizient. Alles bleibt bei mir, und ich bin der direkte Ansprechpartner für meine Kunden. Ich muss nichts an andere Mitarbeiter abgeben, und alles bleibt nah und persönlich. Ein weiteres Thema, das mir am Herzen liegt, sind Stockbilder. Es gibt generative KI-Tools, die individuelle Bilder erstellen, die perfekt zum Corporate Design der Praxis passen. Das spart enorm viel Arbeit und sorgt für einzigartige, praxisgerechte Darstellungen.
Dr. Felix Wohlgemuth: Ja, die Bildgenerierung ist definitiv ein weiterer Schritt in Richtung Individualisierung. Es ist beeindruckend, wie gut das mittlerweile funktioniert.
Tilmann: Absolut. Du kannst es mittlerweile kaum noch unterscheiden, ob ein Bild von einem echten Menschen oder von einer KI erstellt wurde. Das ist wirklich beeindruckend.
Dr. Felix Wohlgemuth: Wer ist deine Hauptzielgruppe?
Tilmann: Meine Hauptzielgruppe sind junge Kolleginnen und Kollegen, die gerade in die Selbstständigkeit gehen. Ich war selbst einmal an dem Punkt, eine Praxis zu übernehmen und kenne die Herausforderungen und Hürden. Man hat hohe laufende Kosten, arbeitet den ganzen Tag am Patienten, und dann muss man sich abends noch um Dokumentation, Abrechnung und Personal kümmern. Genau in dieser Situation kann ich gut unterstützen und helfen, die Last zu reduzieren. Aber auch etablierte Praxen, die bisher keine Zeit hatten, sich um ihre Online-Präsenz zu kümmern, gehören zu meinen Kunden.
Dr. Felix Wohlgemuth: Das klingt nach einem sehr wichtigen Service. Wie bewertest du das Thema Online-Terminvergabe für Zahnarztpraxen?
Tilmann: Ich glaube, dass die Online-Terminvergabe extrem wichtig ist. Als ich aus der Uniklinik kam und frisch in einer allgemeinzahnärztlichen Praxis anfing, hatte ich keinen Überweiserstamm und musste meinen Kalender füllen. Dank der Online-Terminvergabe ging das ziemlich schnell, weil Patienten mich online fanden und Termine buchten. Das hat auch geholfen, Terminausfälle zu reduzieren, weil die Leute selbst
Mehr dazu: Dr. Flex für Praxen · Online-Terminvergabe
Dr. Flex ist der KI-basierte Patientenkommunikations-Layer über dem Praxisverwaltungssystem. Online-Terminvergabe, Telefonie über die Dr. Flex VoiceAI, automatisierte Nachrichten und der Termin-Infobereich – alle Schichten der Patientenkommunikation in einer Plattform, in Echtzeit synchronisiert mit Ihrem PVS-Kalender. Heute mit 27+ Schnittstellen zu charly, Dampsoft, ivoris, Evident, CGM Z1, CGM Praxistimer, Medical Office, medatixx, Quincy by Frey, Doc Cirrus inSuite u. v. m.
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