Insektengiftallergie - vom Mückenstich zum anaphylaktischen Schock

...lokale Überreaktionen auf Insektenstiche auftreten, wie es bei ca. 25 % der allgemeinen Bevölkerung der Fall ist.

Im Moment haben Insekten Hochsaison - die Mücken zum Beispiel nutzten die guten Bedingungen der regenreichen Monate April und Mai, um in künstlichen Reservoiren, in Pfützen und stehenden Gewässern zu gedeihen. Die jetzigen warmen Monate begünstigen ihre Vermehrung - mehr als genug Gelegenheit für sie gibt es, tätig zu werden. Sticht ein Insekt zu, gelangt dessen Gift in den Körper und löst eine Entzündung an der Einstichstelle aus. Die Haut rötet sich, schwillt etwas an und beginnt zu jucken. Wird dem Impuls zu Kratzen nicht nachgegeben, kann der Stich innerhalb weniger Tage abheilen und hat keine Folgen. Weniger kurzweilig ist das Erlebnis allerdings, wenn lokale Überreaktionen auf Insektenstiche auftreten, wie es bei ca. 25 % der allgemeinen Bevölkerung der Fall ist. In Deutschland ist die Zahl der an einer Insektengiftallergie leidenden Menschen mit mehr als 3 % der Bevölkerung zu beziffern.

Bei Stichen von Mücken verläuft die Reaktion der Haut meist etwas milder als zum Beispiel bei Bienenstichen. Besteht eine Allergie, so zeigen sich die allergischen Symptome unmittelbar nach dem Stich und begrenzen sich normalerweise auf die Haut. Zumeist sind die Symptome ähnlich denen eines “normalen” Mückenstichs, nur deutlich verstärkt: die Stichstelle wird wesentlich größer und flächiger, die Schwellung wird ebenfalls außergewöhnlich groß und fängt um einiges stärker an zu jucken, auch starke Hitzeentwicklungen können entstehen. In schweren Fällen kann es zu Kreislaufbeschwerden, Erbrechen und Atemnot kommen. Reagieren Menschen besonders stark und lokal auf Insektenstiche, kann dies sehr gefährlich werden, weil es durch eine Allergie zu einem anaphylaktischen Schock kommen kann, welcher auch zum Tod führen kann (ca. 20 Menschen im Jahr sind von einer solchen tödlichen, allergischen Reaktion betroffen).

Zumeist sind es Bienen oder Wespen, die eine solche Allergie auslösen, aber auch Stiche von Hornissen, Hummeln und Mücken können gefährlich für Menschen mit einer Allergie werden.

Im Gegensatz zu einem “normalen” Mückenstich, bestehen die Symptome einer Mückenstichallergie sehr viel länger als nur einen Tag, sondern bis hin zu 2 Wochen.

Alle Symptome die deutlich stärker ausgeprägt sind als bei einem gewöhnlichen Mückenstich, stellen ein klares Anzeichen für eine Allergie dar.

Um Stiche von Insekten zu vermeiden, hilft es, die Orte nicht aufzusuchen, die z.B. Wespen gerne ansteuern: Abfalleimer mit Resten süßer Getränke oder Speisen. Auch fühlen sich Wespen von bunter Kleidung oder starken Düften angezogen. Geschlossene Schuhe und langärmelige Kleidung vermindern die Angriffsfläche für die Insekten. Nähern sich z.B. Wespen ist auch wichtig, nicht wild herumzufuchteln, sondern Ruhe zu bewahren.

Hat das Insekt jedoch bereits zugestochen, kann die Stichstelle gekühlt bzw. mit einem Kühlgel gegen Insektenstiche behandelt werden. Sollten sich die Symptome verstärken, so dass z.B eine übermäßige Rötung, Schwellung und eine Überwärmung um die Einstichstelle herum von mehr als 10 cm auftritt bzw. körperteilübergreifend wird, sollte spätestens wenn sich ein allgemeines Krankheitsgefühl einstellt und/ oder sich generalisierte allergische Symptome zeigen (Atemnot, Erbrechen), die Notaufnahme des Krankenhauses aufgesucht werden.

Nicht immer sind Insektenstiche als diese identifizierbar, dies macht es zum Teil schwierig, eine Insektengiftallergie zu diagnostizieren - langfristig wird deshalb ein Allergietest oder eine Allergen-/ Immuntherapie empfohlen.

Quellen:

  1. Biedermann et al.: Allergologie . 2. Auflage Springer 2014, ISBN: 3-642-37202-3.

  2. Przybilla et al.: Diagnose und Therapie der Bienen und Wespengiftallergie. Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI). Stand: 2011. Abgerufen am: 05.01.2017.

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